Am Samstag früh um 5.45 Uhr machten wir Spielleute und ein Bus voller Fans uns auf nach Königslutter am Elm. Nach 5 Stunden Fahrt war man am Ziel. Leider war dort von der Sonne keine Spur und statt der angekündigten 20 Grad war es kalt und sehr windig - brrrrrrrr.
Um 14.20 Uhr war unser Start in der Klasse Marsch auf dem Programm. Ein Parcour von ca. 250 Metern mit zwei Linksschwenkungen, eine Rechtsschwenkung, eine Kurve und eine 16 Schritte umfassende Abreißzone musste absolviert werden.
Hier mal ein kleiner Auszug aus der Spielordnung des DBV:
„Der Marsch soll mit guter Haltung ausgeführt werden und zudem natürlich und von einheitlichem und taktfestem Gang sein. Die Kadenz (Schritt – Tempo) soll während des ganzen Marsches gehalten werden. Die Haltung und der Gang sollen sicher und ungezwungen und in keiner Weise schlaff, verlegen oder schlendernd sein. Der einzelne Teilnehmer soll Freude, Festigkeit und Präzision bei der Ausführung an den Tag legen…
Für jedes Wertungskriterium können 0,5 bis 6,5 Punkte vergeben werden. Daraus wird ein Durchschnittwert errechnet, wobei 0,5 Punkte, das optimale Ergebnis ist. Für eine Wertung zwischen 0,5 bis 1,5 Punkten erhält man eine Goldmedaille, Silber gibt es zwischen 1,51 und 2,5 Punkten, Bronze geht bis 3,5 Punkte und von 3,51 bis 6,5 Punkten bekommt man eine Teilnehmerurkunde überreicht."
Bei der Siegerehrung am Abend auf dem Marktplatz wurde unser hartes Training in den vergangenen Wochen belohnt und wir konnten den Titel in dieser Klasse verteidigen. Noch dazu mit der Note von 0,966 (der Zweitplatzierte, der Fanfarenzug Niebüll hatte eine Note von 1,458).
Hier gehts zum Video.
Nach einer kurzen Nacht waren für den Sonntag die Starts um 12.10 Uhr in der „Brassband" und um 16.10 Uhr in der „Freien Klasse A gemischt" angesagt.
In der Klasse „Brassband" spielten wir „Toccata in d'minor" und „Pirates of the Caribbean", in der „Freien Klasse A gemischt" die Stücke „North and South" und „Robin Hood".
Dann hieß es warten bis zur Siegerehrung. Um 18.45 Uhr war es endlich soweit und alle 40 teilnehmenden Vereine marschierten ins Stadion ein.
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Landesvorsitzenden wurde es ernst. Bevor es aber zur Kürung der Deutschen Meister kam wurden die Auszeichnungen Bronze, Silber oder Gold vergeben.
Der beste Goldmedaillengewinner in jeder Klasse wird dann Deutscher Meister.
Großer Jubel brach bei uns und den Fans aus, als es hieß: „Herr Feser kommen Sie bitte vor und nehmen Sie für die Freie Klasse A gemischt die Goldmedaille mit nach Hause." Kurze Zeit später hieß es dann: „Der Moderne Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach erzielt in der Klasse Brassband: GOLD."
Bevor die Deutschen Meister verkündet wurden, intonierte der Musikzug aus Plön die Deutschland Hymne. Danach fassten wir uns alle an den Händen und warteten auf unsere Klassen.
„Deutscher Meister in der Freien Klasse A gemischt wurde" … nein leider nicht wir, sondern der Spielmanns- und Fanfarenzug Michelbach mit einer Note von 0,866. Mit einer Note von 0,933 können wir uns über den Vize-Meister freuen!
Zum Schluss stand nur noch der Pokal für die Klasse „Brassband" da und wieder war die Spannung groß. „Deutscher Meister in der Klasse „Brassband" wurde ... (Pause) …der Moderne Spielmann… alles weitere ging im großen Jubel unter. Wir hatten es geschafft! Von den Wertungsrichtern haben wir in dieser Klasse die Note 0,883 erhalten und uns gegen 9 Konkurrenten durchgesetzt.
Auf die Plätze 2 und 3 kamen der Spielmanns- und Fanfarenzug Michelbach mit 1,133 (Start außer Konkurrenz) und der Spielmanns- und Fanfarenzug Lindau mit 1,15.
Nach der Siegerehrung bedankten wir uns bei unseren Fans mit ein paar Stücken für ihre tolle Unterstützung. An dieser Stelle noch mal vielen Dank. Ihr seid Spitze!
Besonderen Dank gilt auch Klaus Kurpanek als „Drill Instructor" und Arrangeur. In allen drei Wertungsgesprächen wurden unsere Notensätze für die Musikstücke sehr gelobt.
Die kompletten Ergebnislisten gibt es im Internet unter http://www.dbv-musik.com/Meisterschaft/