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Mainpost Online vom 06.06.2011
Dorf stolz auf 44-fachen bayerischen Meister Moderner Spielmanns- und Fanfarenzug Retzbach teilte die Freude über die Titel mit Konzert „Aushängeschild" und „Gänsehautfieber" sind laut Aussagen von Retzbacher Bürgern die zutreffendsten Beschreibungen für den Modernen Spielmanns- und Fanfarenzug. „Ich habe noch nie eine Toccata von Blasmusikern gehört", sagte Wieland Gsell, Bürgermeister des Marktes Zellingen. „Ich bin begeistert. Es macht wirklich Freude zuzuhören." Gsell zeigte sich sichtlich erfreut über die Erfolge des Spielmannszuges und bekommt immer weiche Knie, sobald er die ersten Töne des Fanfarenzuges hört. Anlässlich der drei am 21. Mai errungenen bayerischen Meistertitel (wir berichteten) gab der Spielmanns- und Fanfarenzug ein Meisterkonzert. Bei schönstem Sonnenschein wurden am Dorfbrunnen unter anderem Stücke wie „Olympic", „Walking on Sunshine" und das Meisterstück in der Klasse Marsch „Evil Ways" aufgeführt. Dafür und auch für die anderen aufgeführten Stücke „Arsenal", „Everybody needs somebody" und „Venus" ernteten die Musiker kräftigen Applaus. Mit insgesamt 49 Instrumentalisten und 13 Tänzerinnen konnten drei bayerische Meistertitel auf der „Meisterschaft des Landesverbandes für Spielmannswesen in Bayern" (LSW) in Neubrunn (bei Würzburg) erlangt werden. „Mit viel Stolz und drei Titeln im Rücken macht es richtig Spaß, vor einem so großen Publikum aufzutreten", erklärte Sabine Binzberger, Vorsitzende des Spielmannszuges Retzbach. Routine käme jedoch niemals auf. Sobald die Anspannung und Aufregung bei Auftritten nicht mit dabei ist, fehlen nötiger Ehrgeiz und Aufmerksamkeit, mit denen man an derartige Akte herangehen müsse, so Binzberger weiter. Von Aufregung konnte man beim Meitserkonzert jedoch nichts spüren. Selbst die Jüngsten unter den Musikern nahmen es locker. Die 54 aktiven Musikerinnen und Musiker und die 13 Cheerleading-Girls begleiteten die etwa 350 anwesenden Retzbacher mit viel Schwung durch die Geschichte der Musik. Angefangen mit Toccata aus dem Barock, ging es in gewohnt meisterhafter Manier über in die Musik des 20. Jahrhunderts mit dem Titel wie „Smoke on the water". Aber auch für die Augen der Zuschauer bot die Cheerleader Tanzgruppe mit den Stücken „Hot Stuff" und „Hawaii Five-O" einiges dar. Mit den drei Meistertiteln in Neubrunn wurde der Kontostand der Meisterschaften auf Landesebene auf insgesamt 44 angehoben. Ohne Mühe aber wurden diese Titel nicht erlangt, auch wenn es mittlerweile ein gewohntes Bild ist, dass der Retzbacher Spielmannszug als Meister nach Hause kehrt. „An den Erfolg gewöhnt man sich nie. Das ist jedes Mal etwas Neues und verdammt harte Arbeit", erklärte Binzberger. „Wenn man selbst bei als Spieler beteiligt ist, erfährt man das alles nicht so wie Außenstehende." Sie ist sich bewusst, viel von den Musikern zu verlangen, und es mache sie jedes Mal aufs Neue stolz, mit Titeln in der Tasche nach Retzbach zurückzukehren. Drei Mal in der Woche wird geprobt, und eine Sommerpause gibt es auch nicht. Ihr sei es wichtig, dass vor allem der Nachwuchs gefördert wird. Und über die Nachwuchsbesetzung mache sie sich derzeit keine Sorgen. Mit einem fröhlichem Beisammensein in bester Laune ging der Abend in einem gemeinsamen Miteinander der Musiker und Zuhörer zu Ende. Quelle: Mainpost Online 06.06.2011, 15.36 Uhr
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